Darmpolypen nehmen eine zentrale Rolle in der Darmkrebsentstehung und damit auch in der Prävention von Darmkrebs ein.
Als Darmpolypen oder Adenome bezeichnet man kleine, bei der Darmspiegelung (Koloskopie) jedoch deutlich erkennbare Auffaltungen der Darmschleimhaut, vergleichbar Warzen der Haut.
Darmpolyp. Der Kopf des Polypen (rechts) wird über den Stiel (links) mit Nährstoffen versorgt.
Diese Adenome sind einerseits noch gutartig und daher noch leicht zu entfernen. Andererseits bilden sie den möglichen Ausgangspunkt einer Entwicklung, welche nach vielen Jahren einer langsamen aber zunehmenden "Entartung" des Gewebes ihren Abschluss in der Umwandlung in bösartigen Darmkrebs findet.
Diese durchaus langsam, jedoch stetig fortschreitende Entwicklung wird von Wissenschaftlern als Adenom-Karzinom-Sequenz bezeichnet.

Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass sich der einmal entstandene Polyp, das Adenom, biologischen Gesetzmäßigkeiten folgend letztlich zum Krebs entwickelt, sofern nicht von außen Einhalt geboten wird. Wissenschaftler gehen davon aus, dass über 90% aller Darmkrebserkrankungen auf diesem Weg entstehen.
Aus initial gutartigen Veränderungen (Polypen) entstehen zunehmend komplexe Adenome, die sich über Jahre zum bösartigen Darmkrebs entwickeln. Im Endstadium bilden sich in anderen Organen Tochtergeschwülste (Metastasen). (Quelle: Uniklinik Münster)



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